Erlebnispädagogisches Highlight: Team "PS Pauline" trat beim Radrennen "Tour de Jugendhilfe" an

Veröffentlicht am 06. April 2026 | Themen: Erlebnispädagogik, Sport

Erlebnispädagogisches Highlight: die 9. "Tour de Jugendhilfe":

Jamie, Jerome und Justin traten in diesem Jahr bei der Tour de Jugendhilfe für die PAULINE an. Bei dem anspruchsvollen Radsportevent für Jugendliche aus stationären Wohngruppen der Jugendhilfe ging es über 500 Kilometer von Riegel am Kaiserstuhl bis ins Ahrtal. Hier ein Bericht von unserer Erlebnispädagogin Jule Hausmann, die von Betreuerin Lena unterstützt wurde:

Sonntag:

Ankunft des Teams „PS Pauline“ in Riegel. Dort übernachten wir in einem Klassenzimmer, bevor wir am Montag die erste Etappe der 9. Tour de Jugendhilfe antreten. Erstes Kennenlernen der anderen Teams. Insgesamt nehmen 21 Teams an dem Rennen teil.

Montag:

Die Aufregung steigt und die Stimmung ist großartig. Unter anderem, da Ex-„Tour de France“-Gewinner Jan Ullrich höchstpersönlich den Startschuss für die Tour gibt. Am ersten Tag steht direkt die längste Etappe an, die sogenannte Königsetappe mit 94 Kilometern. Regen und Kälte machen diese erste Herausforderung nicht leichter. Teamwork, gegenseitige Unterstützung und der feste Wille durchzuhalten werden bei unserem Team vom ersten Moment an großgeschrieben! Abends fallen alle müde in die Zelte.

Dienstag:

Aufstehen in vereisten Zelten (die Nacht war kalt und schlaflos). Der Regen hält an, und der Muskelkater vom Vortag sagt auch guten Morgen. Nach einem kalten Start in die zweite Etappe sind wir genau in einer Gewitterwolke auf offenen Feldern gelandet, die Blitze schlagen neben uns ein, und die Hagelkörner peitschen in unser Gesicht. Ein Abenteuer, das keiner von uns so schnell vergessen wird!

Mittwoch, Donnerstag, Freitag:

Das Wetter wird von Tag zu Tag besser. Unser ganzer Körper tut uns weh, doch alle kämpfen sich Tag für Tag und Etappe für Etappe weiter zum Ziel. Zusammenhalt und Willenskraft sind in diesen Tagen notwendiger denn je. Abends ist die Freude, sich mit den anderen Teams noch ein kleines Fußballmatch zu liefern, größer als die schmerzenden Beine.

Samstag:

Die Aussicht darauf, am Abend wieder im eigenen Bett schlafen zu können, beflügelt uns: In nur drei Stunden legen wir die letzten 60 Kilometer zum Kleinen Muck zurück.

Die letzte Etappe am Rhein bis zum Ziel in Lantershofen ist so windig, dass wir nochmal unsere Teamfähigkeit unter Beweis stellen müssen. Beim Windschattenfahren muss man der Person vor sich zu hundert Prozent vertrauen können, sonst gibt es einen Sturz.

Nach einer feierlichen Siegerehrung kehren alle müde, aber auch überglücklich und stolz in die PAULINE zurück.

Unser Fazit: Wir haben insgesamt knapp über 500 Kilometer in sechs Etappen zurückgelegt. Wir haben die Woche über gelitten, gekämpft und waren der Verzweiflung nahe – aber wir haben nie aufgegeben! Egal, wie steil die Berge waren, wie windig die Abschnitte durch die offenen Felder oder wie unerbittlich die Wetterverhältnisse: Die Jungs haben sich immer wieder gegenseitig motiviert und unterstützt, auch wenn es manchmal unmöglich schien. Wir sind über so manche Grenzen gegangen, um im Ziel anzukommen.

Wir bedanken uns beim Raphaelshaus und dem Kleinen Muck für die tolle Organisation dieser Großveranstaltung und freuen uns jetzt schon aufs nächste Jahr!

  • Am Dreiländereck

    Am Dreiländereck

  • Kilometer um Kilometer zum Ziel

    Kilometer um Kilometer zum Ziel

  • Kampf ums Sprinttrikot

    Kampf ums Sprinttrikot

  • Stolz zurück in der PAULINE

    Stolz zurück in der PAULINE