Urlaub im Noerr KinderCamp am Fuschlsee
Von der PAULINE in das stille Tal am Fuße des Berges Schober:
Gruppe 1, das Baumhaus und die Außenwohngruppe Heidehaus reisten mit dem ICE nach Österreich und erlebten so bereits auf dem Hinweg das erste Abenteuer. Denn viele waren noch nie mit 250 km/h unterwegs. Nach einer Fahrzeit von etwa acht Stunden und einem Umstieg in Augsburg war es dann endlich so weit: Die Gruppen konnten die farbenfrohen Holzwohnwagen im Noerr KinderCamp beziehen. Abgerundet wurde der aufregende Tag mit einer Wunschpizza für Kinder und Betreuer*innen.
Der erste richtige Urlaubstag hatte es in sich. Wir haben mit Brotdosen und Trinkflaschen im Gepäck die erste Badestelle des Fuschlsees aufgesucht. Der circa 75 Meter lange Steg bot für die Kinder ausreichend Möglichkeiten für einen Sprung ins kühle Nass. Geübte Schwimmer*innen konnten sogar zu einer Plattform schwimmen, welche im tieferen Wasser lag. Nachdem der Proviant aufgegessen war, gab es für alle noch ein Eis.
Zurück im Camp erledigten die Kids ihre Aufgaben. Abendessen zubereiten, Hygiene-Dienst und Frühstück machen – jedes Kind war mal an der Reihe. So war das Camp sauber und ordentlich und wir Bewohner*innen immer gut versorgt, sodass wir uns wohl fühlen konnten. Die großen grünen Bergwiesen luden die Kinder zu reichlich Spiel und Spaß ein, ehe es für die zweite Nacht in die Schlafwagen ging.
Am zweiten Tag vor Ort stand eine Wanderung an. Bei Spitzenwerten von 30 Grad war es natürlich wichtig, die Schwimmsachen in den Tagesrucksack zu packen. Denn auf unserer Route lag ein Seefreibad. Dort konnte sich jede Gruppe ein Stand-up-Paddle-Board (SUP) ausleihen und damit raus auf den See fahren. Das kristallklare Wasser erlaubte sogar beeindruckende Blicke auf die Fische im See. Das Fuschlseebad bot großartige Möglichkeiten, um den Tag mit Erlebnissen zu spicken. Es gab zum Beispiel eine Rutsche in den Fuschlsee sowie Volleyball-Plätze, und für das leibliche Wohl war mit einer Portion Pommes auch gesorgt. An diesem Tag war der Rückweg etwas beschwerlicher, denn es ging ein ganzes Stück bergauf. Doch auch diese Herausforderung bewältigte die Gruppe gemeinschaftlich.
Am Tag drei war schließlich etwas Kultur angesagt. Ein Bus brachte uns in die nahegelegene Stadt Salzburg. Thomas, unser Guide, führte uns auf den Mönchsberg, von dem aus wir einen sehr guten Blick über die Stadt hatten und wo wir eine wohlverdiente Pause einlegten. Insgesamt mussten die Kinder 342 Stufen bezwingen. Am Nachmittag schlenderten die Gruppen durch die Stadt, entdeckten die kleinen Gassen und beobachteten die Straßenkünstler*innen beim Puppenspiel oder hörten musikalischen Beiträgen zu. Zeit zum Taschengeldausgeben durfte nicht fehlen, denn ein Andenken an die schöne Zeit oder ein Mitbringsel für Mama, Papa, Oma oder Opa mussten unbedingt mit. Das große Hot-Dog-Menü am Abend war eines der kulinarischen Highlights. Mit verschiedenen Toppings konnten Groß und Klein den Hot Dog nach Belieben belegen.
Der letzte Tag versprach, wie die anderen Tage auch, absolutes Badewetter. Partizipativ entschied sich die Gruppe, nochmal die kleine Badestelle mit dem langen Steg aufzusuchen. Hier ist für die Kinder einfach mehr zu entdecken und in dem weitläufigen Nichtschwimmer-Bereich gibt es mehr Spielmöglichkeiten. Die drei Gruppen nutzten den letzten Tag für ausgiebiges Baden im erfrischenden Fuschlsee. Im Camp wurde das letzte Abendessen vorbereitet. In der Küche wurde Salat geschnitten, die Tische wurden gedeckt, es wurden letzte Schnitzarbeiten fertiggestellt oder Skyo gespielt – ein buntes Treiben, das schließlich ins gemeinsame Grillen überging. Die Gruppen genossen die Zeit, ehe es ein letztes Mal zum Geschichtenvorlesen in die Wohnwagen gingAm nächsten Tag ging es um 12:00 Uhr mit dem ICE zurück nach Siegburg – diesmal sogar mit 270 Km/h. Auf der Rückfahrt sahen wir in sehr müde, aber auch sehr glückliche Gesichter. Das beweist, wie wertvoll die Erfahrungen sind, welche die Kinder – fernab vom Alltag – in einem naturnahen Umfeld sammeln. In den Gesprächen untereinander zeigte sich immer wieder, wie losgelöst und unbeschwert die Kinder sich über die sechs Tage Urlaub fühlen konnten. Unsere 15 Kinder sind in den Tagen am Fuschlsee alle ein Stück gewachsen und jedes hatte seine Erfolgserlebnisse – ob es nun die Erfahrung war, das erste Mal mit offenen Augen zu tauchen, von einer Schwimmplattform zu springen, ohne sich die Nase dabei zuzuhalten oder die ganze Gruppe mit einem leckeren Gericht zu versorgen. Der Urlaub im Noerr Camp bietet immer wieder Momente, in denen Kindern handlungsorientiert lernen und leben können. Sie erfahren bei den Ämtchen, bei den Spielen oder bei den Wanderungen zu den Badestellen viel Selbstwirksamkeit. Das Lernen, Teil einer großen Gruppe zu sein, in der jeder seine Aufgabe hat und diese gewissenhaft erfüllen muss, klappt jedes Mal von Tag zu Tag besser und in unserem Gruppenalltag in der PAULINE sind vielfältige Übertragungen erkennbar.
Wir bedanken uns bei der Kanzlei Noerr, die unseren Kindern in ihrem Camp eine Ferienwoche mit so vielen schönen Momenten ermöglicht hat!